K. Lilli s moving company   moving with word arts

"Wort-Kunst" meint hier übergreifend den künstlerischen Umgang mit Sprache.
Darüber hinaus ist Sprache bereits ganz grundlegend unsere primäre schöpferisch-künstlerische Gestaltung von Welt, mit der wir uns in der Welt orientieren und uns mit anderen Menschen und mit uns selbst über unsere Welterfahrung austauschen.




Das berühmte Zitat von Joseph Beyus "Jeder Mensch ist ein Künstler" bezieht sich auf die Gestaltung der "sozialen Plastik": die grundlegende Mitgestaltung jedes Menschen von "Gesellschaft", von zwischenmenschlichen Beziehungen, für die neben performativen Handlungen Worte prägend sind.




Die Wort-Sprache ist das bewusst-zentrale Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Darüber hinaus ist Wort-Sprache für Menschen das elementare Medium des Denkens.

Beides ist also in einer untrennbaren Wechselwirkung miteinander verbunden.





Diese kommunikations- und kunsttheoretischen wie erkenntnis-philosophischen Überlegungen stimmen mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen von Bindungsforschung und Neurowissenschaften überein, dass die indivdiuelle psycho-biologische Entwicklung des Gehirns maßgeblich von den Beziehungen in der frühen Kindheit geprägt wird, einhergehend mit dem Erlernen der Muttersprache.






So wie Sprache konstant von ihren Nutzern verändert wird, verändert sich ein individuelles menschliches Gehirn ebenfalls in direkter Wechselwirkung mit den Erfordernissen der Umwelt des Individuums, dabei auch mit der genutzten Sprache.





Durch die Neurowissenschaften wissen wir, dass sich ein individuelles menschliches Gehirn ein Leben lang verändern und lernen kann. Man nennt das die Plastizität des Gehirns.

Das machts sich Psychotherapie im Allgemeinen zunutze. Entsprechend ist die gesprochene Sprache die zentral genützte Methodik jeglicher Gesprächspsychotherapie.



Die künstlerischen Therapien wurden in Abgrenzung zur Gesprächspsychotherapie oft fälschlich pauschal als nonverbale Therapien bezeichnet. Doch ist auch für die psychotherapeutisch genutzten künstlerischen Verfahren die Sprache elementar. Der Zugang zur Sprache ist hier nur ein anderer:
Das Erlebnis steht im Vordergrund. Daher werden die künstlerischen Therapien oft auch als Erlebnistherapien bezeichnet. Die mit künstlerischen Therapien gemachte neue Erfahrung wird in Sprache übersetzt, so dass sie sich setzen kann...






und das Gehirn sich selbst neu gestaltet.







Logischer Schluss daraus ist, dass es daher für individuelle Veränderungsarbeit auch sinnvoll ist, die Sprache selbst zu verändern: künstlerisch-gestaltend ihre Spielräume auszuloten, ihre Perspektiven zu verändern, ihre Welt zu erweitern, sie bewusst auf verschiedenen Ebenen zu betrachten, mit ihr zu spielen und sie weiter zu entwickeln, um sich selbst mit ihr weiter zu entwickeln.


K. Lilli, 2018


 

kunstorientierte Veränderungsarbeit
 
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